Kulturinformationen Physalis (Physalis peruviana)

Andenbeeren sind für einige Gemüsekund:innen zu einem Höhepunkt der Sommersaison geworden. Sie überzeugen durch ihren fantastischen Geschmack und ihre exotische Optik.

Sorten im Angebot der Bingenheimer Saatgut AG

Aussaat bis Pflanzung

Voranzucht:

  • ab Mitte März
  • Aussaat in Schalen, zur Weiterkultur pikieren (z. B. in 9er Töpfe)

Saattiefe: Saatgut nur leicht mit Substrat bedecken.

Anzuchttemperaturen: Zur Keimung 20-24 °C, Weiterkultur bei 16-20 °C

Pflanzung: ab Anfang Mai ins Freiland, warme Witterung abwarten

Standort: Pflanzung in vollsonnige Lage

Optimale Pflanzenanzahl: Pflanzung in schwarzes Bändchengewebe/Mulchfolie begünstigt Wachstum und Fruchtreife. Grünschnitt-Mulch erst aufbringen, wenn der Boden sich ausreichend erwärmt hat. Andenbeeren eignen sich auch sehr gut als Kübelpflanzen (Topfgröße 15 bis 20 Liter).

Kulturführung

Temperaturen:
Ähnliche Klimaansprüche wie Paprika und Aubergine, bei Frostgefahr mit Vlies oder Folie abdecken.

Nährstoffbedarf:
Niedrige Stickstoffdüngung (ca. 80 kg N/ha) und relativ trockene Kulturführung begünstigen die frühe Blütenbildung und einen üppigen Fruchtansatz.

Wasserbedarf:
Ab Blühbeginn besteht ein erhöhter Wasserbedarf.

Pflegehinweise:

  • Das Hochleiten an einer Stütze ist empfehlenswert, da Seitentriebe z. B. bei der Ernte abbrechen können. Die Pflanzen können bis zu 2 m hoch werden.
  • Andenbeeren sind gesunde und robuste Pflanzen. Wenn die Früchte zu lange an der Pflanze hängen, können sie jedoch mit Grauschimmel (Botrytis) befallen werden.

Ernte

Erntebeginn: ab Anfang September; etwa 7-10 Wochen nach der ersten Blüte

Erntebestimmung: Hüllkelche müssen hellbraun und eingetrocknet sein.

Durchschnittliches Fruchtgewicht: ca. 10 g

Lagerung: bei 7-10 °C und trockener Luft 1-2 Wochen lagerfähig

Nachreife: Früchte reifen nach und halten sich einige Wochen, wenn sie nach der letzten Ernte bei 20-25 °C nachgetrocknet werden, bis die Lampions rascheltrocken sind.